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Die tägliche Rumration – Auf Hoher See mit der Royal Navy

Zuckerproduktion und Kampfmoral

Die tägliche Rumration – Auf Hoher See mit der Royal Navy war früher ein Muss für die Navy Soldaten der Briten. Während in den karibischen Kolonien kräftig Zucker durch das Pflanzen von Zuckerrohr für Europa produziert und damit Geld verdient wurde tobte auf Hoher See ein ständiger Kampf um Vorherschafft der gewonnenen Hoheitsgebiete und dem zweitem Herd an Unruhen mit Piraten in der Karibischen See. Um die Kampfmoral der British Navy Soldaten dabei zu stützen oder zu erhöhen erhielten die  Seefahrer eine tägliche Ration an französischem Brandy.

Die offizielle Rum-Ration

Die tägliche Rumration – Auf Hoher See mit der Royal Navy. Es begann im Jahre 1655 durch die Einnahme der Insel Jamaika als der Brandy gegen die offizielle Rum-Ration mit dem schweren Navy Rum für jeden Matrosen zur täglichen Routine wurde.

Quasi ein Aufheller für die Matrosen an Bord mit ihren bescheidenen und doch anstregenden Leben, die auch mit Gefahren wie dem braken Wasser an Bord zu kämpfen hatten. Wie so oft schlägt das Pendel bei zu hohem Alkoholkonsum ins Negative aus und nicht selten kam es auf den Schiffen zur Disziplinlosigkeit und Trunkenheit unter der Besatzung.

Eine lange Tradition mit spätem Ende

Ab dem Jahre 1740 verfügte Admiral Vernon, auch gerne Old Grog, wegen seines Umhang aus altertümlichen groben Stoff genannt, in der Captain´s Order No. 349 die Begrenzung des Rum-Konsum ein. Die Rationen von einem halben Pint wurden fortan in zwei Teile über den Tag serviert und dabei mit Wasser und Zitronensaft verdünnt. Der Anteil der Zitrone bot zusätzlich den großen Vorteil dem Skorbut auf den Schiffen Herr zu werden.

Das Gesetz zur täglichen Rumration hielt bis zum Verbot am 01. August 1970, unglaubliche 315 Jahre lang. Vielleicht war es auch besser so, da die Waffensysteme des 20. Jahrhundert doch deutlich globaleren Schaden anrichten könnten als die alten behäbigen Kanonen auf einen Holzschiff. Dieser letzten Tag der Rum-Ration ging in die Geschichte als Black Tot Day ein.

Weiterlesen im Teil 3 – Das Interesse am Rum beginnt im 17. Jahrhundert