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Die Geschichte des Rum über die Jahrhunderte – Teil 1 Die Basis Zuckerrohr

Einleitung

Die Geschichte des Rum über die Jahrhunderte – Teil 1 Die Basis Zuckerrohr – ist die Grundlage um den weiteren Weg mit der Entstehung des zu Anfang einfach destillierten Zuckerrohrschnaps zu verstehen. Aus diesem höllischen Hochprozentigen mit den bezeichnenden Namen Tafia oder Kill-Devil wurde im Laufe der Jahrhunderte ein edles und meist gereiftes Destillat.

Die in tropischen und subtropischen Gebieten auftretende Pflanze erreicht im Wachstum eine Höhe von drei bis fünf Metern mit dicken Halmen und Blättern. Aus dem weißen Mark der Halme wird nach der Ernte der Zuckerrohrsaft gewonnen. Der enthaltene Zucker wird als Rohsaft aus den Stängeln durch Quetschen und Drücken in Mühlen herausgelöst und aufgefangen. Nach weiteren Verarbeitungsstufen wird der bis dahin erzeugte Sirup, auch Melasse genannt, in Zentrifugen von den Kristallen getrennt und damit zum Zucker.

Das Wort Zucker, noch im Asiatischen Sprachraum, wurde ursprünglich als Grieß, Geröll, Kies oder Sandzucker bezeichnet und entstammt als Sanskrit-Wort aus dem Alt-Indischen. Im Arabischen veränderte sich die Schrift in sukkar oder sakkara was schließlich im europäischen Sprachraum namentlich als Zucker landete.

Ca. 8.000 Jahre vor Christus

Die Domestizierung des Zuckerrohr (Saccharum officinarum), eine Pflanze aus der Familie der Süßgräser, begann im ostasiatischen Raum. Aus Ursprung werden heute die Regionen des Malaiischen Archipel sowie Neuguinea und China genannt. Dabei ist die genaue genentische Herkunft der Pflanze immer noch nicht geklärt. Die ältesten Funde der Zuckerrohrpflanze gehen auf die Domestizierung in Melanesien und Polynesien zurück.

Ca. 6.000 Jahre vor Christus

Zuckerrohr gelangt aus dem ostasiatischen Raum Richtung Westen nach Indien und zeitversetzt nach Persien.

Ca. 600 Jahre vor Christus

Die Perser verarbeiten den frischen Zuckerrohrsaft zum Zuckerhut. Dazu wird der heiße Saft unter Beigabe von Klärmitteln in Holz- oder Tongefässe gefüllt bis an der Spitze der Zucker kristalliert.

1. Jahrhundert nach Christus

Die Pflanze gelangt durch Handelsaktivitäten aus dem Fernen Osten langsam in den Nahen Osten mit Vorderasien. Plinius der Ältere, ein römischer Gelehrter, Offizier und Verwaltungsbeamter, erwähnt auch die Verwendung von Zucker in der Medizin.

Die Verarbeitung der Zuckerrohrstängel nach der Ernet wird immer besser und die Menschen entdecken, der kristallisierte Zuckersaft ist deutlich länger haltbar und auch transportfähiger als im flüssigen Zustand.

7. Jahrhundert nach Christus

Die Islamische Expansion der arabischen Völker geht über Nordafrika bis auf die Iberische Halbinsel. Als Nahrungsmittelpflanze ist Zuckerrohr immer mit im Gepäck.

12. Jahrhundert nach Christus

Das Herr der Kreuzfahrer erobern 1099 Jerusalem. Mit der Heimkehr der Kreuzfahrern gelangt Zucker somit erstmals seit der Antike auf direktem Weg nach Europa. Zu damaliger Zeit wurde Zucker zunächst ein Arzneimittel und Luxusartikel angesehen.

16. Jahrhundert nach Christus

Mit der Entdeckung der Westindischen Inseln der heutigen Karibik gelangt auch Zuckerohr in die heiße und sehr gelegene Region. Auf den einzelnen Inseln der Großen Antillen und Kleinen Antilleninseln werden durch die Europäer Plantagen angebaut. Zucker gilt im Abendland als begehrtes Luxusgut für die reiche Bevölkerung. In der Zwischenzeit bezeichnet man Zucker auch als Weißes Gold.